Der Frühling in Québec

Seit ein paar Tagen schmilzt der Schnee in Québec. Doch nun schneit es schon wieder und gestern hat es geregnet. Anscheinend kann man auch in Québec vom verrückten April sprechen. Ich dachte, dass ich hier nie Frhlingsblüten sehen werde, aber nun taut der Schnee ab und man sieht schon einige Knospen an den Zweigen.

Anfang dieser Woche überkam mich eine sehr (!) späte „Winterdepression“. Ich hatte keine Lust mehr darauf immer in der Wohnung zu hocken. Aus diesem Grund gehe ich jetzt jeden Tag spazieren und ich merke, wie mit jedem Atemzug frischer Luft meine Laune steigt. :)

Ich wünsche euch allen frohe Ostern!

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How to Parent Like a German

That’s exactly how we grow up. In my opinion it is so important to grow up without pressure but with a lot of confidence of your parents.
Children don’t need to be educated in the academic way so early but a child should learn more about how to act in a respectful way with other children when they are still so young. Get an awareness of exclusion and how important inclusion of other kids is. When we were in Kindergarden we just played and developed social skills. Still we can compete academically with other people who already started „learning“ with an age of 3.
So don’t try to controll your children but have confidence in them!

TIME

The first time I went to a playground in Berlin, I freaked. All the German parents were huddled together, drinking coffee, not paying attention to their children who were hanging off a wooden dragon 20 feet above a sand pit. Where were the piles of soft padded foam? The liability notices? The personal injury lawyers?

Achtung! Nein!” I cried in my bad German. Both kids and parents ignored me.

Contrary to stereotypes, most German parents I’ve met are the opposite of strict. They place a high value on independence and responsibility. Those parents at the park weren’t ignoring their children; they were trusting them. Berlin doesn’t need a “free range parenting” movement because free range is the norm.

Here are a few surprising things Berlin parents do:

Don’t push reading. Berlin’s kindergartens or “kitas” don’t emphasize academics. In fact, teachers and other parents discouraged me from teaching my…

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New York

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Wie ich ja bereits berichtet habe, war ich über Neujahr in New York. Das zweite Mal für mich in den USA.

Ich habe fast das komplette Touri-Programm durchgezogen. Von Wall Street über Rockefeller Center, Gray’s Papaya, Central Park, Moma (!), das World Trade Center Monument, Brooklyn Bridge, Trinity Chirch, China Town bis zur Statue of Liberty wurde alles abgegrast.

Mein Eindruck von New York?

Groß, laut, dreckig, einzigartig. Ich komme aus einer Hauptstadt und doch kann man Berlin nicht einmal ansatzweise mit New York vergleichen. Man ist ständig von Menschenmassen umgeben, hupenden Taxis, Obdachlosen und schrillen Werbeanzeigen. Für viele Menschen hört sich das nun erst einmal abschreckend an, für mich als Großstädterin allerdings war es eine schöne Herausforderung. :) Ich habe mich in diese Stadt verliebt. So vielfältig. Einzigartig. Immer etwas los.

Do’s?

Ground Zero Memorial, Sonnenuntergang auf der Brooklyn Bridge, der Norden des Central Parks, Moma, Ellis Island (Ausstellung auf der Insel), Max Brenner Restaurant (Schokoladenliebhaber aufgepasst!).

Dont’s?

Restaurants aus den Reiseführern, China Town, Empire State Building (überteuert und schlechtere Aussicht als vom Rockefeller Center), Times Square an Silvester (zu überfüllt und kein schönes Feuerwerk), Treffpunkte draußen aussuchen, wenn Winter ist, New Yorker Subway Tickets.

Meine Lieblingsgeschichte in New York?

Ich durfte hautnah einen Heiratsantrag auf der Schlittschuhbahn unter dem großen Rockefeller Weihnachtsbaum miterleben. Herzergreifend, wie in den ganzen amerikanischen Filmen.

Ich komme wieder New York. Das ist versprochen.

Hundeschlittenfahrt, Schneeschuhwandern und Hundebabys

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Dieses Wochenende ging endlich ein Traum von mir in Erfüllung:

Einmal Hundeschlittenfahren. :) Wir hatten total Glück mit dem Wetter und es war nicht zu kalt. Denn bei eisigem Wetter macht eine schnelle Schlittenfahrt dann doch nicht so viel Spaß. Also fuhr ich mit ein paar Kommilitonen eine dreiviertel Stunde mit dem Bus in die Umgebung Québecs. Wir kamen an und schon erwartete uns ein durchdringender Hundegeruch. Wir konnten ganz alleine zu zweit einen Schlitten fahren und haben uns fünf total süße Hunde ausgesucht. Die starken Fünf haben uns auch ganz schnell überzeugt, denn wir fuhren wirklich schnell durch einen Traum von Winterwunderland.

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Danach hielten wir vor einem Tipi an und wärmten uns etwas mit heißer Schokolade auf. Weiter ging es dann zu Fuß mit Schneeschuhen. Das ist gar keine so leichte Angelegenheit. Ich bin wirklich schnell hingefallen, aber wenigstens weich. ;)

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Danach erwartete uns eine Piste mitten im Wald, wo man Reifenrutschen konnte. Ich liebe ja alles was mit Adrenalin zu tun hat und schnappte mir gleich einen Reifen.

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Nach einer halben Stunde war ich dann außer Puste vom Schleppen der Reifen und wir sind aufgebrochen, um kleine Hundebabys anzuschauen. Was so ein kleiner weicher, warmer Babykörper doch bewirken kann. Da geht es einem gleich viel besser. :)

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Insgesamt ein wirklich schöner Tag. Insbesondere dem Alttagsstress zu entfliehen und sich ein paar schöne Stunden in der Natur zu machen.

2014

Seit meinem letzten Beitrag sind ja mittlerweile doch ein paar Wochen vergangen. Im Dezember hatte ich mich durch die unzähligen letzten Prüfungen des ersten Semesters zu kämpfen, wurde dann aber mit ein paar erholsamen Urlaubstagen belohnt.

In den letzten Tagen im Dezember letzten Jahres passierte viel. Erst musste ich meine lieb gewonnen Freunde aus der ganzen Welt verabschieden, dann bin ich mit ein paar Freunden in ein gemietetes Chalet vor Weihnachten gefahren. Ich habe es endlich gelernt zu Snowboarden. Unser Chalet war wirklich total schön, großräumig und modern. Und das beste von Allem: ein Whirlpool, um sich nach einem langen Skitag zu entspannen. Insgesamt sind wir zu fünfzehnt gefahren. Leider lag noch nicht sehr viel Schnee, wodurch die Schneekanonen aktiviert werden mussten und der Schnee etwas hart war. Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, wenn man als Neuling Snowboarden lernen will. Nach einem Tag mit ständigem Hingefalle, Heulanfall und einem Körper voller blauer Flecken, fiel ich todmüde in mein Bett. Am nächsten Tag ging es wieder aufs Board und der Schnee war nicht mehr so hart, wenn ich fiel. Mittlerweile kann ich schon recht gut mit den anderen vom Tempo mithalten und bin wirklich stolz, dass ich trotz der Schmerzen nicht aufgegeben habe.

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Pünktlich zu Weihnachten sind wir wieder nach Hause gefahren und ich habe mein allererstes Weihnachten ganz ohne Familie verbracht. Bisher habe ich nur ein einziges Mal im Ausland in Afrika Weihnachten gefeiert, aber dies trotzdem im Kreise meiner Familie. Dieses Jahr war es also an der Zeit ein Weihnachten mit Freunden auszuprobieren. Ich erhielt die Aufgabe mich um die Gans zu kümmern, was wirklich deutlich mehr Aufwand war, als gedacht. An dieser Stelle ein großes Lob an meinen Vater, ich weiß nicht, wie er das jedes Jahr hinbekommt. Alleine das Zunähen der Gans hat mich 30 Minuten gekostet. Aber ich kann mit Stolz verkünden, dass sie am Ende wirklich lecker war und nicht angebrannt ist. Wir haben bei ein paar französischen Freunden Weihnachten gefeiert, was wirklich interessant war, weil jede Kultur ein paar andere Weihnachtstraditionen beigetragen hat. Alles in allem, muss ich aber trotzdem sagen, dass ich Weihnachten im Kreise meiner Familie mit all unseren (und seien sie noch so lächerlich) Traditionen vermisst habe.

Ein paar Tage später machte ich mich auf in Richtung Montréal, um meine beste Freundin vom Flughafen abzuholen. Ich war so unglaublich glücklich, dass sie mich hier besuchen konnte. So konnte ich endlich alles zeigen, was ich vorher in unzähligen Skype-Gesprächen beschrieben habe. Um erst einmal nach Montréal zu kommen, mussten wir eine Mitfahrgelegenheit nehmen, die wir natürlich fast verpasst haben. Aber ein Glück sind die Québecer so nett und haben auf uns gewartet. Am Flughafen angekommen, musste ich allerdings die Schocknachricht entgegennehmen, meine Freundin hatte ihren Anschlussflug verpasst und kam erst einen Tag später- ganz umsonst so abgehetzt.

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Alte Kontakte auffrischen. Francois kenne ich noch aus meiner Zeit in Frankreich.

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Karaoke schadet nie. Montréal

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Bester Brunch in Montréal.

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Nach 2 Tagen in Montréal  sind wir nach New York gefahren, wo wir über airbnb ein unfassbar künstlerisches Loft gemietet hatten. Über New York schreibe ich aber noch einmal ausführlicher in einem anderen Artikel.

CUBA: Pinhacolada, Kommunismus, Palmen

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Olà! Für eine Woche war ich nach den Klausuren in Kuba abgetaucht. Hier ein paar Bilder für euch, vielleicht werden meine Beschreibungen dann etwas plastischer. :)

Meinen Eindruck von Kuba kann ich in zwei Worten zusammenfassen: wunderschön und erschreckend.

Zum einen hat mich der Sandstrand, Palmen und das wunderschöne türkise Meer natürlich erst einmal von den Socken gehauen, aber im selben Atemzug muss ich euch auch die Armut, heruntergekommene Gebäude und verpestetes Wasser vor Augen führen.

Kuba ist vieles, nur nicht in einseitig!

Bevor ich nach Kuba geflogen bin, habe ich mir gar keine Gedanken gemacht, dass ich dort auf den puren Kommunismus treffen würde. Ich war noch so sehr mit Klausuren beschäftigt, dass ich es erst am Flughafen nach 4 Stunden Flug an der Grenzkontrolle begriff. Dort begrüßten uns streng angezogene, uniformierte Grenzbeamte. Kein Lächeln, Linie einhalten, Stempel in den Pass (obwohl das verboten ist, weil man sonst schwerer in die USA einreisen kann!!!) und bitte schnell das Gebäude verlassen. Zusätzlich wurden unsere Freunde aus Afrika alle zur Seite gerufen und nochmals kontrolliert. Ich dachte erst es wäre Rassismus, aber dann war es aufgrund von Ebola-Gefahren. Trotzdem, ich war schockiert. Dann ging es weiter mit dem Bus, doch es passten nicht alle in die Busse und erst wollte der Busfahrer meinen Koffer nicht mitnehmen. Man kann sich meine Fassungslosigkeit vorstellen.

Angekommen im Hotel wurden wir mit Cocktails begrüßt und sind dann alle nachts am Strand schwimmen gewesen. Dieses Gefühl zwischen Luxusurlaub und Fassungslosigkeit begleitete mich den ganzen Urlaub. Denn mit jedem Tag mehr in diesem Land voller netter Leute, wurde mir mein eigener Reichtum bewusst. Dafür muss man verstehen, dass in Kuba Bildung beispielsweise kostenlos ist. Doch dadurch ist ein akademischer Abschluss nichts wert. Ein Arzt verdient genauso viel wie ein Barkeeper. Doch um ehrlich zu sein verdient ein Barkeeper, Putzfrau, generell jeder Hotelangestellte mehr als der Arzt. Denn in Kuba existieren zwei Währungen. Die Pesos, in denen die Einheimischen bezahlt werden und die Pesos für Ausländer. Mit den Pesos der Einheimischen kann man nur leider nicht sehr viel kaufen außer Essen. Um Kleidung zu bezahlen muss man die normalen Pesos in Ausländerpesos umtauschen. Doch der Wechselkurs ist so unheimlich schlecht, dass ein Monatsgehalt eines Arztes nicht einmal ein paar Turnschuhe wert ist. Aus diesem Grund bevorzugen es die Kubaner im Hotel als Putzfrau zu arbeiten, als als Richter, da man von den Hotelgästen das Trinkgeld in Ausländer-Pesos bbekommt. Doch das Paradox an der Sache ist, dass die Kubaner dieses Geld nicht einfach so ausgeben können. Denn in Kuba lebt man noch ganz nach dem Motto:

„Lieber besitzt niemand etwas, als einer mehr, als der andere.“

Meine Zeit in Kuba hat mir eines deutlich vor Augen geführt: genau so haben meine Eltern noch vor 25 Jahren in Deutschland gelebt.

Nicht das aussprechen zu können, was man denkt.

Seitdem ich aus Kuba zurück bin, kann ich mir nur eines denken. Ich bin unheimlich froh, dass ich weder in einer Diktatur, einem sozialistischen Regime oder jeglicher anderer Art der Unterdrückung aufgewachsen bin. Ich bin in einem freien Land aufgewachsen und das macht mich wirklich stolz und dankbar. Ich musste nie Angst vor Verfolgung, Spionen oder ausreichend Nahrung haben. In unserem Land existieren Pressefreiheit, Glaubensfreiheit und das Grundrecht nicht nur auf dem Papier, sondern wir leben sie alltäglich. Diese und viele andere Gründe sind die Quelle meiner Heimatliebe. Man kann von Deutschland, der deutschen Politik, dem deutschen Bildungssystem oder der deutschen Medienlandschaft halten, was man will. Trotz vieler Missstände kann ich vollen Herzens von mir behaupten, dass ich froh bin Deutsche zu sein.

In Kuba hingegen möchte die junge Bevölkerung auswandern. Von einer 11 Millionen Bevölkerung leben 3 Millionen Kubaner im Ausland- Tendenz steigend! Jeder träumt von einem besseren Leben in Kanada, weil Kanada trotzdem nicht so weit entfernt von Kuba ist.  Dafür sind sie bereit einiges in Kauf zu nehmen. Junge Männer, die alte Frauen heiraten, um eine kanadische Einreiseerlaubnis zu bekommen. Junge Kellnerinnen, die meinen Freunden in schlechtem Englisch kleine Liebesbriefe zu stecken, natürlich auch mit dem Hintergedanken an deren Staatsbürgerschaft zu kommen. Menschen, die ihre ganze Hoffnung in Bildung setzen. Sie aber nur ein kanadisches Arbeitsvisum erhalten können, wenn sie unter 35 Jahre alt sind, einen Phd gemacht haben und drei Sprachen fließend sprechen. Und selbst unter diesen Voraussetzungen muss man einige Jahre warten. Denn Kubaner besitzen nicht einmal einen Reisepass, da sie ohne die Einladung von Freunden aus dem Ausland nicht ausreisen dürfen.

Wie ihr seht ist es eben dieses zweischneidige Schwert, was mich an Kuba so in seinen Bann gezogen hat. Kuba ist ein wunderschönes Land, aber so erschreckend, da es sich dort nur als Ausländer gut lebt und nicht als Kubaner.

Let it snow…

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Gestern Morgen wurde ich vom ersten Schnee in Kanada überrascht. Ganz sanft und langsam fielen die ersten Flocken vom Himmel. Der Schnee hat die perfekte Konsistenz zum Schneeball-Formen. Und wenn man durch den Schnee läuft, fühlt es sich so vertraut an, wenn man das Knirschen unter den Füßen spüren und  hören kann. Heute ist ein richtiges Schneetreiben zu beobachten und man sieht keine 2 Meter weit vor lauter Schnee!

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Gaaaanz viel Schnee.

In der Bib kann ich wenigstens ein bisschen die Natur hier sehen. :)

In der Bib kann ich wenigstens ein bisschen die Natur hier sehen. :)

Wenn es in Québec schneit, ist das nicht ein Zeichen dafür, dass es kalt ist, sondern eher, dass es etwas wärmer ist. So kann ich mir noch ein bisschen Zeit lassen, bis ich meine perfekte Winterjacke gefunden habe. Denn meine Winterjacke aus Deutschland wird den Temperaturen bis zu -30/40 Grad nicht widerstehen können. Diese Woche muss ich noch meine Winterjacke, Handschuhe, Skier und Winterschuhe kaufen. Das sind recht hohe Ausgaben, aber sehr nötig hier in Kanada.

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Ein kleiner Spaziergang zischen dem Unistress tut immer gut. :)

Ansonsten gibt es nicht so viel Neues zu berichten. Die letzten zwei Wochen verliefen recht ereignislos, denn ich musste zwei Hausarbeiten  und eine Case-Study abgeben. Es war recht shcwr sich nach der Woche in Kuba wieder an die kalten Temperaturen zu  gewöhnen, aber jetzt liegt ja wenigstens Schnee. Ein Beitrag über meine Eindrücke in Kuba folgt auch die nächsten Tage. Ich wollte nur mal ein kleines Update geben. :) Ich sitze gerade in der Bibliothek und kanan dem Schneetreiben zuschauen. Was hab ich nur für ein Glück! :)

Eisige Grüße aus Kanada, xx

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Darf ich vorstellen: Sir Antoine

Boston

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Letztes Wochenende hat es mich nach Boston verschlagen. Wir sind mit zwei großen Reisebussen unserer Fakultät für 3 Tage in die USA gefahren. Das war mein erster Trip in die USA und ich muss sagen, überraschenderweise hat es mir doch sehr gut gefallen. Die USA haben mich persönlich nie sehr gereizt, weil ich diese unfassbare Verbrauchskultur nicht nachvollziehen kann. Boston als Stadt hat mir gut gefallen, ich hätte aber gedacht, dass sie noch viel größer wäre. Viele Wolkenkratzer, ein wunderschöner Hafen und viele kleine nette versteckte Ecken. Die Amerikaner, die ich kennengelernt habe, waren sehr nett. Aber anders als in Kanada, waren die Leute auf der Straße nicht so höflich. Wenn dich in Kanada jemand anrempelt, entschuldigt sich jeder sofort (sogar die, die angerempelt wurden) und in den USA geht man einfach nur weiter. Das war ich einfach nicht mehr gewohnt. :D

Es war wirklich schön einfach mal etwas aus dem stressigen Uni-Alltag heraus zukommen. Durch die Sadt schlendern, entdecken, bummeln gehen. Seit einer Woche haben wir Midterm-Phase, jetzt muss ich noch 2 Klausuren schreiben. Da kam mir eine Pause vor der großen Lernphase sehr gelegen. Und die Betten im Hotel waren einfach himmlisch. Habe mich wie eine Prinzessin gefühlt.

Was mir kurios, klischeemäßig, überraschend vorkam?

  • Überall gibt es Plastikbesteck, Plastikteller, Plastikbecher, Plastiktüten, überalll PLASTIK
  • Unfassbar große Autos, weil das Benzin ja nicht so teuer ist
  • das Alkoholverbot wird dort sehr streng genommen (ich als unter 21-Jährige wurde nirgendswo reingelassen), sehr komisch sich auf einmal wieder wie 15 vorzukommen
  • Fast-Food, fettiges Essen, Chips sind unfassbar billig, alles Gesunde kostet dich Unmengen an Geld
  • alles ist „awesome“
  • Zum Frühstück gibts Waffeln, Donuts, Egs and Bacon und Porridge
  • es gibt sowohl 1$ Münzen, als auch 1$ Scheine (Warum???)
  • die Straßen sind super gut in Takt, aber man kann leider nicht so schnell fahren :D
  • de Amis haben wirklich gerne überall ihre Nationalflaggen hängen
  • selbstgemachte Lemonade schmeckt wundervoll :)
  • Halloween ist anscheinend eine ganz große Sache, überall riesige billige Süßigkeiten und Kostüme :P

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Indian Summer

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Als Indian Summer bezeichnet man eine ungewöhnlich trockene und warme Wetterperiode im späten Herbst auf dem nordamerikanischen Kontinent. Das Phänomen wird begleitet von einem strahlend blauen Himmel, warmer Witterung und einer besonders intensiven Blattverfärbung in den Laub- und Mischwäldern.

In den letzten Wochen hatte ich das Glück den kanadischen Indian Summer beobachten zu können. Solch eine Farbenvielfalt der Blätter zu sehen, war und ist immernoch unglaublich. Von einem Tag auf den anderen haben die Bäume ihre Blätterdecke geändert: vom saftigen Grün zu Orange, Gelb und einem unfassbar pigmentierten Rot. Mittlerweile liegen schon einige Blätter auf dem Boden, aber ich habe es sehr genossen diese Verwandlung beobachten zu können.

indian summer

déménagement

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…bedeutet so viel wie UMZUG.

Wiedermal packe ich meine Sachen ein und es geht in ein anderes Zuhause. Ich habe mich jetzt schlussendlich doch dazu entschieden aus meiner (wirklich netten) WG auszuziehen. Da fragen sich einige wahrscheinlich warum? Darauf gibt es eine ganz einfache Antwort: der Weg zur Uni ist zu weit!

Ich muss jeden Morgen eine Treppe mit 400 Stufen nehmen und dann noch durch einen riesigen (wunderschönen) Park laufen um den Bus zur Uni zu nehmen. So brauche ich schon manchmal 45 Minuten bis zum Campus und das wird im Winter nicht kürzer sein. Wenn die Temperaturen im Winter auf -30 Grad sinken, machen meine Lungen das Treppensteigen nicht mehr mit. Ich merke es jetzt schon, da die Temperaturen sinken. Ich habe nämlich Asthma, was die Sache nicht unbedingt vereinfacht. Also beschloss ich mich den Schritt zurück ins Wohnheim zu wagen. Eigentlich wollte ich ja eben dieses in Kanada vermeiden, habe jetzt aber gemerkt, dass das gar nicht so schlimm ist hier. Natürlich büße ich sehr viel Luxus ein, denn meine Wohnung, in der ich gerade wohne ist wunderschön, aber ich gewinne viel Zeit. Zusätzlich wohnen viele meiner Freunde im Wohnheim, was mir die Entscheidung etwas erleichtert hat. Das Wohnheim liegt direkt auf dem Campus und im Winter kann man unterirdische Tunnel zu einzelnen Fakultäten nutzen, wenn man keine gefrorene Nase will. :P

Ich habe ja schon in zwei Wohnheimen gewohnt und werde dann mal von meiner Wohnheimerfahrung berichten. ;) Mit einem weinenden und lachenden Auge heißt es dann morgen Abschied nehmen.

Tschüss du wunderschöne Wohnung! So einen Luxus werde ich wahrscheinlich nie wieder für den Preis bekommen. Hallo Gemeinschaftsduschen, kleines Zimmer, Billiardtische und Freunde! Man muss halt Prioritäten setzen. ;)

Wohnung No.1

Wohnung No.1